Utoption|Wert-Papier
Lisa Haag & Nadine Göpfert
Textil- & Flächendesign, Modedesign
Neben einer im Material hochwertigen Kollektion soll eine alternative Papierkollektion entwickelt werden. Die Kollektionen stimmen schnitttechnisch überein und werden sich auch in ihrer Farb- und Formgebung soweit wie möglich aneinander orientieren. Wir versuchen hiermit auf zwei verschiedene Momente der Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen, die in ihrer Verschiedenheit gleichberechtigt behandelt werden sollen.
Durch die Gegenüberstellung der beiden Kollektionen wird der Blick auf die Materialität geschärft, hier wie da, ohne werten oder verurteilen zu wollen. Der Käufer kann so selbst entscheiden und sein Kaufverhalten seinen Bedürfnissen anpassen. Und das, ohne einen, im ökologischen Sinne gesehenen, „Fehlkauf“ zu begehen.
Die aus hochwertigem, ökologischem Material gefertigte Kollektion zeichnet sich primär durch Langlebigkeit, hohen Tragekomfort und optische Qualität aus, während die recyclebare Papierkollektion auf das bestehende und insofern zu berücksichtigende Bedürfnis nach immer Neuem eingeht und gleichzeitig dem Konsumenten die Möglichkeit gibt, sein Konsumverhalten zu überdenken.
Die Papierkleidung ist zum ein- bis zweimaligen Gebrauch vorgesehen. Das Stigma des „Wegwerfens“ ist also insofern im Produkt inbegriffen. Der „schnelle“ Gebrauch ist hier keine Option, sondern vielmehr ein Muss. Wenn das Wegwerfen im Produkt schon enthalten ist, der Käufer also direkt damit konfrontiert wird, führt dies vielleicht zwangsläufig zu einem kritischeren Konsumieren.
Der Konsument wird hier außerdem angeregt, seine Kleidung selbst mit zu gestalten (Schablonen, Musterdrucke). Wir glauben, dass gerade im Umgang mit den Dingen, im Gebrauch, die eigentliche Wertschätzung entsteht und wollen zusätzlich auf einen wesentlichen Aspekt innerhalb des Designs eingehen, den der Individualität bzw. Identität.
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Lisa Haag & Nadine Göpfert
Textil- & Flächendesign, Modedesign
Neben einer im Material hochwertigen Kollektion soll eine alternative Papierkollektion entwickelt werden. Die Kollektionen stimmen schnitttechnisch überein und werden sich auch in ihrer Farb- und Formgebung soweit wie möglich aneinander orientieren. Wir versuchen hiermit auf zwei verschiedene Momente der Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen, die in ihrer Verschiedenheit gleichberechtigt behandelt werden sollen.
Durch die Gegenüberstellung der beiden Kollektionen wird der Blick auf die Materialität geschärft, hier wie da, ohne werten oder verurteilen zu wollen. Der Käufer kann so selbst entscheiden und sein Kaufverhalten seinen Bedürfnissen anpassen. Und das, ohne einen, im ökologischen Sinne gesehenen, „Fehlkauf“ zu begehen.
Die aus hochwertigem, ökologischem Material gefertigte Kollektion zeichnet sich primär durch Langlebigkeit, hohen Tragekomfort und optische Qualität aus, während die recyclebare Papierkollektion auf das bestehende und insofern zu berücksichtigende Bedürfnis nach immer Neuem eingeht und gleichzeitig dem Konsumenten die Möglichkeit gibt, sein Konsumverhalten zu überdenken.
Die Papierkleidung ist zum ein- bis zweimaligen Gebrauch vorgesehen. Das Stigma des „Wegwerfens“ ist also insofern im Produkt inbegriffen. Der „schnelle“ Gebrauch ist hier keine Option, sondern vielmehr ein Muss. Wenn das Wegwerfen im Produkt schon enthalten ist, der Käufer also direkt damit konfrontiert wird, führt dies vielleicht zwangsläufig zu einem kritischeren Konsumieren.
Der Konsument wird hier außerdem angeregt, seine Kleidung selbst mit zu gestalten (Schablonen, Musterdrucke). Wir glauben, dass gerade im Umgang mit den Dingen, im Gebrauch, die eigentliche Wertschätzung entsteht und wollen zusätzlich auf einen wesentlichen Aspekt innerhalb des Designs eingehen, den der Individualität bzw. Identität.