Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben – darin schien sich Albert Einstein sicher zu sein. Wie wichtig das kleine Volk der Honigbienen tatsächlich für uns ist, zeigte sich vor einigen Jahren, als in einem kurzem Zeitraum eine grofle Anzahl verschiedener Bienenvölker rund um den Globus zu Grunde gingen. Starke Ernteeinbuflen durch unbestäubte Felder waren die Folge. Damals ging das grofle Bienensterben maflgeblich auf ein Nikotin ähnelndes und nun verbotenes Pflanzenschutzmittel, zurück. Doch nicht nur weitflächiger Pestizideinsatz, sondern auch ein Rückgang der Vielfalt in Vegetation, bedingt durch auf Ertrag getrimmte Landwirtschaft, sind fortwährende Gefahren für die heimische Honigbiene. Die Dringlichkeit, auf die weiterhin alarmierende Situation der Bienen und deren gravierenden Rolle im ökologischem Kreislauf aufmerksam zu machen, bleibt. Mein Entwurf legt den Fokus auf dieses nach wie vor wichtige Thema. Ein leeres Honigglas wandert gewöhnlich in den Glascontainer – oder es wird zu einem stapelbarem Gewächshaus umfunktioniert. Das dazu nötige, die Gläser verbindende Element ist Gegenstand meines Entwurfs. Entstanden ist ein leichtes, aber stabiles Objekt, welches zugleich Boden als auch Samenträger ist. Pflanzenfasern dienen als Rohstoff und werden mit den Samen gemeinsam in einer Form verpresst. Dieses verbindende Element kann auch als Basis der Honigglasgewächshäuser dienen.
Durch Hinzufügen von Wasser beginnen die im Boden eingebetteten Samen zu sprießen.
Miniatur-Kräutergärten und Mikroblütenwiesen sind das Resultat, in die sich vielleicht die eine oder andere Biene hineinretten möchte. Denn die Gefährdung für unseren Honig-Produzenten bleibt.
Mein Projekt impliziert daher einen symbolischen Schutzraum, ein Refugee-Camp für das bedrohte Bienenvolk. Es versucht, den Konsumenten über ein aus dem gleichen Kontext stammenden Produkt (Honigglas) für die Problematik des Bienensterbens sowie der Empfindlichkeit unseres Ökosystems zu sensibilisieren und die Notwendigkeit für dessen Schutzes zu kommunizieren.
TITEL
Vincent Krempf
Produktdesign
Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben – darin schien sich Albert Einstein sicher zu sein. Wie wichtig das kleine Volk der Honigbienen tatsächlich für uns ist, zeigte sich vor einigen Jahren, als in einem kurzem Zeitraum eine grofle Anzahl verschiedener Bienenvölker rund um den Globus zu Grunde gingen. Starke Ernteeinbuflen durch unbestäubte Felder waren die Folge. Damals ging das grofle Bienensterben maflgeblich auf ein Nikotin ähnelndes und nun verbotenes Pflanzenschutzmittel, zurück. Doch nicht nur weitflächiger Pestizideinsatz, sondern auch ein Rückgang der Vielfalt in Vegetation, bedingt durch auf Ertrag getrimmte Landwirtschaft, sind fortwährende Gefahren für die heimische Honigbiene. Die Dringlichkeit, auf die weiterhin alarmierende Situation der Bienen und deren gravierenden Rolle im ökologischem Kreislauf aufmerksam zu machen, bleibt. Mein Entwurf legt den Fokus auf dieses nach wie vor wichtige Thema. Ein leeres Honigglas wandert gewöhnlich in den Glascontainer – oder es wird zu einem stapelbarem Gewächshaus umfunktioniert. Das dazu nötige, die Gläser verbindende Element ist Gegenstand meines Entwurfs. Entstanden ist ein leichtes, aber stabiles Objekt, welches zugleich Boden als auch Samenträger ist. Pflanzenfasern dienen als Rohstoff und werden mit den Samen gemeinsam in einer Form verpresst. Dieses verbindende Element kann auch als Basis der Honigglasgewächshäuser dienen.
Durch Hinzufügen von Wasser beginnen die im Boden eingebetteten Samen zu sprießen.
Miniatur-Kräutergärten und Mikroblütenwiesen sind das Resultat, in die sich vielleicht die eine oder andere Biene hineinretten möchte. Denn die Gefährdung für unseren Honig-Produzenten bleibt.
Mein Projekt impliziert daher einen symbolischen Schutzraum, ein Refugee-Camp für das bedrohte Bienenvolk. Es versucht, den Konsumenten über ein aus dem gleichen Kontext stammenden Produkt (Honigglas) für die Problematik des Bienensterbens sowie der Empfindlichkeit unseres Ökosystems zu sensibilisieren und die Notwendigkeit für dessen Schutzes zu kommunizieren.
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