FÜR JEDEN TOPF EINEN DECKEL
Melinda Barth
Produktdesign
Was brauchen Lebensmittel um so gelagert zu werden, dass sie Qualität und Aroma behalten? Wie wurde das früher gemacht und lassen sich traditionelle Techniken in heutige Wohnsituationen integrieren? So unterschiedlich wie die Lebensmittel sind auch die Bedingungen zu ihrer optimalen Aufbewahrung. Ich habe mich auf frisches, kälteempfindliches Gemüse konzentriert: Tomaten, Zucchini, Gurke, Aubergine, Paprika, grüne Bohnen, Avocado. Sie brauchen einen kühlen, schattigen und trockenen Ort. Ein altes und sehr effektives Prinzip ist die Verdunstungskälte. Geeignetes Material hierfür ist poröse Keramik. Es saugt sich mit Wasser voll, dieses verdunstet und entzieht der Umgebung die dafür benötigte Energie in Form von Wärme. Je flacher der zu kühlende Raum ist, desto stärker ist der Effekt. Verdunstendes Wasser steigt nach oben, kalte Luft fällt nach unten.
So entstanden verschiedene Ideenansätze zum „Prinzip Deckel“:
1. Die „Gemüseschubladenbox“, bestehend aus drei Elementen: Ein schattenspendender Korpus aus Kiefern- oder Restholz, ein abnehmbarer Kühldeckel und rechteckige Glasschubladenschalen in drei verschiedenen, ineinander stapelbaren Größen. Das Glas macht sichtbar, was man hat und was verbraucht werden muss. Sie ist für die Küchenfensterbank gedacht, ein Ort der auf die traditionelle Speisekammer unterhalb der Fensterbank Bezug nimmt.
2. Eine Schalenfamilie, rund oder eckig, mit entsprechenden Kühldeckeln in verschiedenen Größen.
3. Der „ Universaldeckel“ in zwei Größen: Er nutzt die in jedem Haushalt schon vorhandenen Schalen. Seine Rundung an der Unterseite passt sich jeder Größe an, und sichert so vor dem Herunterrutschen. Durch den geringen Platzbedarf und die Nutzung des eigenen Geschirrs lässt er sich hervorragend in individuelle Lebensräume integrieren.
Bei allen ist das Kühlelement, der Deckel, aus poröser, schieferfarbener Keramik. Zur Vergrößerung der Oberfläche und demzufolge zur stärkeren Verdunstung und Kühlung, hat er mehrere Rillen. Tägliches Gießen erinnert an den Herstellungsprozess der aufbewahrten Lebensmittel.
FÜR JEDEN TOPF EINEN DECKEL
Melinda Barth
Produktdesign
Was brauchen Lebensmittel um so gelagert zu werden, dass sie Qualität und Aroma behalten? Wie wurde das früher gemacht und lassen sich traditionelle Techniken in heutige Wohnsituationen integrieren? So unterschiedlich wie die Lebensmittel sind auch die Bedingungen zu ihrer optimalen Aufbewahrung. Ich habe mich auf frisches, kälteempfindliches Gemüse konzentriert: Tomaten, Zucchini, Gurke, Aubergine, Paprika, grüne Bohnen, Avocado. Sie brauchen einen kühlen, schattigen und trockenen Ort. Ein altes und sehr effektives Prinzip ist die Verdunstungskälte. Geeignetes Material hierfür ist poröse Keramik. Es saugt sich mit Wasser voll, dieses verdunstet und entzieht der Umgebung die dafür benötigte Energie in Form von Wärme. Je flacher der zu kühlende Raum ist, desto stärker ist der Effekt. Verdunstendes Wasser steigt nach oben, kalte Luft fällt nach unten.
So entstanden verschiedene Ideenansätze zum „Prinzip Deckel“:
1. Die „Gemüseschubladenbox“, bestehend aus drei Elementen: Ein schattenspendender Korpus aus Kiefern- oder Restholz, ein abnehmbarer Kühldeckel und rechteckige Glasschubladenschalen in drei verschiedenen, ineinander stapelbaren Größen. Das Glas macht sichtbar, was man hat und was verbraucht werden muss. Sie ist für die Küchenfensterbank gedacht, ein Ort der auf die traditionelle Speisekammer unterhalb der Fensterbank Bezug nimmt.
2. Eine Schalenfamilie, rund oder eckig, mit entsprechenden Kühldeckeln in verschiedenen Größen.
3. Der „ Universaldeckel“ in zwei Größen: Er nutzt die in jedem Haushalt schon vorhandenen Schalen. Seine Rundung an der Unterseite passt sich jeder Größe an, und sichert so vor dem Herunterrutschen. Durch den geringen Platzbedarf und die Nutzung des eigenen Geschirrs lässt er sich hervorragend in individuelle Lebensräume integrieren.
Bei allen ist das Kühlelement, der Deckel, aus poröser, schieferfarbener Keramik. Zur Vergrößerung der Oberfläche und demzufolge zur stärkeren Verdunstung und Kühlung, hat er mehrere Rillen. Tägliches Gießen erinnert an den Herstellungsprozess der aufbewahrten Lebensmittel.