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Friday, 05 October 2018 14:22

Transitional textures

Transitional Textures
Nelli Singer


Um Biokunststoffe und ihre Materialqualitäten zu erforschen, wurde mit den Algenbestandteilen Carrageen, Agar und Alginat experimentiert. Durch das Hinzumischen und Kochen von verschiedenen natürlichen Bestandteilen entstanden Materialien mit jeweils unterschiedlicher Flexibilität, Reißfestigkeit und Transparenz. Anders als normale Kunststoffe lassen sie sich problemlos immer wieder neu einschmelzen. Zudem ist ein Verkleben der Materialien miteinander durch bloßes Anfeuchten möglich. Diese Biokunststoffe bieten bereits in ihrem Materialverhalten und der unmittelbaren Einfl ussnahme auf sie eigene gestalterische Möglichkeiten. So führt z.B. Falten oder Zerknüllen, dazu, dass sich die hergestellten Folien an bestimmten Stellen milchig-weiß verfärben. Eine andere Entdeckung war, dass das Material bei Zusatz von Natron eine Art florale Textur entwickelt. Im Projekt wurden mehrere gestalterische Möglichkeiten kombiniert, z.B. zusätzlich in die Folien eingeschnittenen durchbrochene Mustern, durch die sich das Material bei Berührung öffnet oder schließt. Ebenso wurde das in Streifen geschnittene Material verwebt, wobei die Möglichkeit des Verklebens genutzt wurde, um unterschiedliche Dichten und Transparenzen zu erzeugen.

 

In order to investigate bioplastics and their material qualities, experiments were carried out with the algae components carrageen, agar and alginate. Mixing and cooking various natural components, materials with di erent exibility, tear resistance and transparency were created. Unlike normal plastics, they can be melted down again and again without any problems. They also can be glued together simply by moistening. These bioplastics already by their material behaviour or inherent design possibilities. For example, wrinkles or crumpling can cause the produced foils to turn white in certain areas. Another discovery was that when sodium bicarbonate was added, the material developed a kind of oral texture. Several design options were combined in the project, e.g. additional perforated patterns cut into the foils, through which the material opens or closes upon contact. The material cut into strips was also woven, using the possibility of bonding to create di erent densities and transparencies.

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