Wie sieht der ideale Ort zum lernen aus?

Schwebefläche

Projektdetails

Untertitel: Wie sieht der ideale Ort zum lernen aus?
Jahr: 2015
Fortschritt des Projekts: Abgeschlossen
Teilnehmer: Philippa Maaswinkel
Betreuer:
Galerie:

Zwischen Himmel und Erde – in der Luft, fast schwerelos. Ein Ort zum Abhängen, zum Ausklinken, zum Entspannen und Runterkommen. Blätterrauschen, Lichtspiel, Vogel­zwitschern. Die Schwebefläche ist ein Ort auf dem Schulgelände, der mit den Schulräumen so gar nichts gemeinsam hat: Wer hierher kommt, tauscht stickige Luft, Lärm, Hektik und künstliches Licht gegen Frischluft, Ruhe, Sonnenstrahlen und Frieden.

Entstanden ist die Idee zur Schwebefläche aus den Wünschen der Jugendlichen – auf die Frage, wo sie am liebsten lernen, antworteten drei von sieben: draußen. Warum? Weil es da ruhig ist, weil man sich im Grünen besser konzentrieren kann, weil mich dort niemand ablenkt und stört, weil die Luft besser ist, weil die Sonne scheint, weil ich gerne draußen bin.

Es galt also, einen Platz an der frischen Luft zu schaffen, an dem sie sich künftig zum Lernen und Entspannen zurückziehen können, und das gemeinsam: Denn nur wenn die Jugendlichen am Prozess des Entwickelns und Herstellens aktiv mitwirken, kann am Ende ein Produkt herauskommen, das sie schätzen, respektvoll behandeln und das gänzlich ihren Vorstellungen entspricht. 

So wurde in insgesamt neun Workshop-­Tagen mit zwei Jugendlichen erst ein 3,20 m ­× 3,00 m großer Holzrahmen gebaut, dann 1760 m Polypropylen-Split-Seil abgemessen und auf dem Rahmen gespannt und schließlich eine Fläche von 2,50 m × 2,50 m in zwei verschiedenen Techniken gewebt. Am Workshop nahmen die beiden Lernenden Henrike Mietzelfeld und Johanna Reschke aus der Oberstufe der Montessori-Gemeinschaftsschule in Berlin-Buch teil. 

Um den Teilnehmerinnen eine Erinnerung zu schenken und auch den am Workshop nicht beteiligten Jugendlichen zeigen zu können, wie viele Stunden Arbeit ihre Mitschülerinnen investierten, um diesen neuen Lernort für die Oberstufe zu bauen, wurde der gesamte Herstellungsprozess fotografiert und zu einem Stop-Motion-Film verarbeitet.